Das Augsburger Straßenbahnmuseum ist ein Eisenbahnmuseum in Augsburg auf einem Teil des ehemaligen Augsburger Lokschuppens der Deutschen Bahn. Nach dem Wiederaufbau wurde der Park am 13. April 2009 offiziell wiedereröffnet. Zukünftig werden 29 historische Lokomotiven aus den EU-Mitgliedsländern und der Schweiz im Roundhouse und auf dem Drehteller, dem sogenannten Rundhaus Europa ausgestellt, die unter Denkmalschutz stehen. Neben dem Rundhaus gibt es drei historische Dampflokhallen mit Werkstattatmosphäre und einer historischen Schmiede. Der Standort des Museums Die Königlich Bayerische Staatsbahn errichtete 1906 südlich des Augsburger Hauptbahnhofs zwei Rundhäuser mit Drehtellern. Auf dem Gelände rund um den Eisenbahnpark befinden sich weitere Gebäude mit Werkstätten, Waschplätzen, Radsatzreparaturwerkstätten und Unterkünften für die Lokomotivcrews der ehemaligen Werkstatt sowie ein Gleis und ein Stellwerk. Im Zweiten Weltkrieg blieb das Gebiet auch in der verheerenden Nacht der Bombenangriffe vom 25. bis 26. Februar 1944 auf Augsburg, bei denen der Hauptbahnhof und der Bahnhofshof stark beschädigt oder zerstört wurden, weitgehend von Bombenschäden verschont. Nach dem Krieg nutzte die Deutsche Bahn AG das Gelände bis etwa 1990. Seit 1996 steht das Rundhaus unter Denkmalschutz.

Das Projekt des Museums und seine Veranstaltungen

Der Augsburger Eisenbahnpark bietet den nationalen Eisenbahnen aller EU-Staaten die Möglichkeit, eine historische Lokomotive (eine sogenannte Botschafterlokomotive) im Europa Roundhouse auszustellen. Die Kultur des Herkunftslandes einer Ausstellung steht immer im Mittelpunkt. Die historischen Lokomotiven sind für Besucher des Geländes zugänglich oder werden auf dem Drehteller ausgestellt. Von Zeit zu Zeit gibt es auch nationale Wochen wie etwa eine Österreich-Woche, manchmal mit zusätzlichen Sonderausstellungen in Bezug auf die Region, die gefeiert werden soll. Im Rahmen einiger Veranstaltungen finden Jazzkonzerte in der großen Dampfmaschinenhalle und Präsentationen in der Schmiede statt. Darüber hinaus gibt es permanent Restaurants vor Ort. Regelmäßige Jazzkonzerte finden am ersten Sonntag im Monat von Mai bis September statt. Neben den Botschafterlokomotiven gibt es noch viele andere Museumslokomotiven in der Sammlung, die vorher nicht immer leicht zu sehen waren. Die gesamte Kollektion wird kontinuierlich erweitert. Im Advent werden spezielle Dampfmaschinendienste organisiert, die Fahrten durch die Winterlandschaft anbieten. Diese Attraktionen sind ideal für Familien und Besucher mit einem Herz für Eisenbahnen.

Die berühmten Werkstätten

In den Werkstätten des Augsburger Eisenbahnparks werden Schienenfahrzeuge saniert und nach Museumsstandard restauriert. In diesen Werkstätten wurde für das Verkehrszentrum des Deutschen Museums, eine Außenstelle des Deutschen Museums auf der Teresienhöhe und der Schwarntalerhöhe, ein historischer Postwagen restauriert. Die Wartung und Instandhaltung der betriebsbereiten und geschützten Dampflokomotive der DRG-Klasse 41, Nr. 41 018, der Dampflok-Gesellschaft München, wurde ebenfalls von diesen Werkstätten durchgeführt. Zahlreiche informative Besuchertouren widmen sich den Werkstätten des Augsburger Straßenbahnmuseums.